Noch präziser gesagt:

Separate Aufgaben werden separaten Objekten zugeordnet, das vereinfacht die Programmierung und lässt eine vielfache Anwendung einzelner Aufgaben zu. Somit werden die Programme sehr kurz und die Anwendung wird sehr schnell.

Hier ein kleines Beispiel: 

Wenn Sie folgende Aufgabe lösen wollen:         4 + 5 * 3 + 2

Dann müssen Sie dem Computer folgende Anweisungen sagen:

1.Addiere 4 + 5

2.Schreibe das Ergebnis auf Blatt 1

3.Addiere 3 + 2

4.Schreibe das Ergebnis auf Blatt 2

5.Multipliziere die Zahlen auf Blatt 1 und 2

6.Schreibe das Ergebnis auf Blatt 3

 

Das würde in Smalltalk ganz einfach so aussehen:

| ergebnis1 ergebnis2 ergebnis3 ergebnis4 |

ergebnis1 := 4 + 5.

ergebnis2 := 3 + 2.

ergebnis3 := ergebnis1 + ergebnis2.

 

Eine Erweiterung dieses Beispiels: 

Sie möchten das Ergebnis mit 45 vergleichen.

Abhängig davon soll die Zahl 0 oder die Zahl 1 aufgeschreiben werde.

Dies würde dann so aussehen:

ergebnis3 = 45

  ifTrue:  [ergebnis4 := 1]

  ifFalse: [ergebnis4 := 0]

Einfache Erläuterungen über Computersprachen im Vergleich, anhand dieses Beispiels, sind in dieser Präsentation zu erforschen - download: Programmierung eines Computers - ( J. Belger)

Einen guten Einblick über die ersten Programmierbegriffe und Anfänge in der  Smalltalksprache gibt diese Übersicht von Serge Stinckwich und Damien Cassou.    "Smalltalk"

 

Das Besondere:

Smalltalk ist rein objektorientiert, reflexiv und implizit getypt  und vollkommen offen.

Das bedeutet, dass Smalltalk eine völlig andere Art der Programmierung ermöglicht als andere, aus prozeduralen Sprachen wie C abgeleitete, OO-Sprachen. Wer in Smalltalk programmiert, wird zu einem Teil des Systems und programmiert von innen. Eine Trennung zwischen Entwicklungsumgebung und Programm gibt es nicht - das ist ein Erlebnis, das keine andere Programmiersprache bieten kann.

Smalltalk - Besonderheiten

Smalltalk - Geschichte u. Technik

 
Was ist Smalltalk?